Vogelbeobachtungsturm Schladen

Kiesteich Isingerode

Im Bereich des Kiesteiches wurden in den letzten 30 Jahren mehr als 50 Vogelarten als Brutvögel nachgewiesen.

 

 Hierzu zählt auch der Eisvogel (Alcedo atthis), der an fischreichen, baumumstandenen Gewässern seine Bruthöhle – ähnlich wie auch die hier brütenden Uferschwalben - in die Steilwände am Ufer gräbt. Da er seine Beute – kleine Fische – auf Sicht jagt, ist er auf saubere Gewässer angewiesen.

 

Von den brütenden Entenarten – insgesamt 4 – ist die Reiherente (Aythya fuligula) mit 1 – 2 Brutpaaren eine der weniger häufigen Arten, die ihre Brut erst spät im Sommer (Juni – Juli) ausführt.

 

Mehr als 125 Vogelarten sind als Gäste am Kiesteich nachgewiesen. Oftmals in der Zeit des Vogelzuges – Frühjahr und Herbst – halten sich hunderte von Möwen- und Entenvögeln auf.

 

Der Fischadler (Pandion haliaetus), der im April/Mai aus Afrika zurückkehrt, erbeutet seine Fische im Stoßtauchen. Im Osten Europas häufiger, auch in Mecklenburg und Brandenburg noch seltener Brutvogel, zieht er regelmäßig über den Kiesteich Isingerode. Schon im August nach seiner Brut und Jungenaufzucht kehrt er wieder in den Süden zurück.

 

Von den bis zu 15 verschiedenen Entenarten, die sich oftmals im Herbst und Winter zu Hunderten hier aufhalten, ist die Schellente (Bucephala clangula) eine der auffallensten kleineren Arten, die schon im Februar/März mit der Balz um die Weibchen beginnt. Dies kann besonders auf dem Kiesteich gut beobachtet werden. Die Schellente ist eine der wenigen baumbrütenden Arten und zieht ihre Brut in den Waldzonen Nordeuropas auf.

 

Daten und Fakten zum Kiesteich

 

Historie der Abbaugenehmigungen und Verträge

 • 1938 Beginn der Auskiesung in der Gemarkung Isingerode Hornburg durch die Steine und Erden GmbH der Reichswerke AG "Hermann Göring"

 

• 1969 Kiesausbeutungsvertrag zwischen der Steine und Erden GmbH und der Salzgitter Hüttenwerk AG auf unbefristete Zeit.

 

• 1969 Stellung eines Antrages auf wasserrechtliche Erlaubnis durch die Fels Werke an den Landkreis Wolfenbüttel. 1970 Erteilung der Erlaubnis durch den LK WF, Az: 657-20/17/3.

 

• 1972 Stellung eines Antrages durch die Fels Werke auf Erweiterung der Erlaubnis auf Kiesausbeute für die südlich und westlich angrenzenden Grundstücke. 1972 Erteilung der Erlaubnis durch den LK WF, Gz: II/65-Sth/Mo

 

• 1978 Plan der Aubbaufelder II und III westlich der vorhanden Kiesteichfläche.

 

• 1979 Antrag auf Erweiterung des Kiesabbaus um ca. 12,6 Mio t. Aus diesem Antrag wurde 1983 ein Antrag auf Planfeststellung nach NWG. Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses PB 90 am 21.05.1990

 

• 2002 Beendigung des Kiesabbaus und Rekultivierung des Geländes bis Ende 2005.

 

• 2005 Übertragung sämtlicher am Kiesteich verbleibender Liegenschaften an die SZFG.

 

Abbaumengen

 • Von 1938 bis Ende 1940 wurde ca. 2 Mio. t Kies abgebaut

 

• 1940 bis 1970 Abbauleistung von 800.000 t/a

 

• 1970 – 2002 Abbauleistung von 1,2 Mio. t/a

 

• Die Gesamt Abbaumenge von 1938 bis 2002 beläuft sich auf ca. 65 Mio t Kies

 

Die Tiefe des Kiesteiches beträgt im östlichen Teil max. 35 m, im westlichen Teil

 

20 – 25 m.