Garten für die Sinne

Spielend zu erfahren, wie das Auge sieht, das Ohr hört, die Nase riecht, die Finger tasten, der Fuß (ver-) steht, die Hand (be-) greift und der Körper schwingt, dazu ist Gelegenheit in dem Garten für die Sinne in der 1000-jährigen Stadt Hornburg.

Mehr als 30 Objekte sind im und am Rande der Altstadt aufgestellt und machen so einen Rundgang durch die Stadt zu einem besonderen Erlebnis. Dieses Erfahrungsfeld für die Sinne, wurde nach den Ideen von Hugo Kükelhaus von der Freien Schule für Musik und Instrumentenbau e.V. in Kooperation mit der Stadt Hornburg entwickelt.

Es sind entstanden:

  • Station mit Klängen,
  • Station mit Licht und Farben,
  • Station zur Bewegung,
  • Station zum Tasten und Fühlen,
  • Station mit Gerüchen,
  • Niedersächsischer Bauernrosengarten


Die Einbettung der Elemente dieser Stationen in das historische mittelalterliche Stadtbild Hornburgs macht den Reiz dieses "Gartens für die Sinne" aus.

Die Elemente sind frei zugänglich. Ein geführter Rundgang wird aber empfohlen. Neben den Führungen werden Seminare und Workshops im "Garten für die Sinne" angeboten. Der "Garten für die Sinne" ist ein Projekt der Freien Schule Hornburg e.V. und der Stadt Hornburg

Auskünfte, Anmeldungen unter der Adresse:
Freie Schule Hornburg für Musik und Instrumentenbau e.V.
38315 Hornburg, Tel. + Fax 0 53 34 / 20 26

Gefördert wird das Projekt durch:
die Stiftung NORD/LB • Öffentliche,
die Niedersächsische Sparkassenstiftung,
die VR-Stiftung, Volksbanken, Raiffeisenbanken,
sowie Bürgern und Firmen der Gemeinde Schladen-Werla.

Vom Sinn der Sinne
Die Welt um uns herum können wir nur durch die Sinne erfassen:
Hören, Riechen, Sehen, Schmecken und Fühlen.
Über sie verbinden wir Innen und Außen. Ohne sie könnten wir uns nicht orientieren, nicht kommunizieren, wir wären uns nicht einmal unserer Selbst bewußt.

Die Eindrücke, die die Sinne uns vermitteln, die Beobachtungen, Erfahrungen und Erlebnisse, die wir machen, konstruieren überhaupt erst unser Gehirn. Seine neuronalen Strukturen werden erst durch die sinnlichen Erfahrungen im Umgang mit anderen Menschen und der Umgebung "verschaltet". Dieser Prozeß hält das ganze Leben über an, aber prägend sind vor allem die ersten Lebensjahre.

Unser Gehirn besitzt die Fähigkeit zur Abstraktion. Beobachtungen und Erfahrungen werden verknüpft und führen zu Erkenntnissen, die durch neue Beobachtungen verstärkt oder korrigiert werden. Sie können überdacht und weitergegeben werden. Das Abstraktionsvermögen bedarf der sinnlich anschaulichen Empfindung und kann ohne sie nicht wirksam werden.

 
Die Sinne haben sich im Laufe der Evolution entwickelt und sind ausgerichtet auf das Überleben in der Natur, die uns umgibt und deren Teil wir sind. Durch unsere Kenntnisse und Fähigkeiten verändern wir unsere Umgebung und ändern damit auch die Möglichkeiten, sinnliche Erfahrungen zu sammeln. Fernsehbilder, mechanisch erzeugte Klänge, vollklimatisierte Räume, künstliche Düfte, asphaltierte Wege oder fertig gewürzte Fast-Food-Gerichte schränken Erfahrungsmöglichkeiten ein und lassen die Sinne abstumpfen, mit all den Folgen für unser Wohlbefinden und unsere geistige Lebendigkeit. Streß, Konzentrationsschwäche und Lernschwierigkeiten nehmen zu.

Es wird daher notwendig, besonders im Interesse der Entwicklung unserer Kinder, Lebensräume und -situationen zu überdenken und zu verändern, um eine Umgebung zu schaffen, in der sinnliche Erfahrungen einen größeren Spielraum haben.
Wegen des Umbaus des Gartens für die Sinne sind derzeit keine Führungen möglich. Buchbar wieder ab 2017.
Flyer Garten für die Sinne
Flyer GfdSinne End.pdf
Adobe Acrobat Dokument 641.4 KB